Statt linearer Beschaffung und Entsorgung denken wir Materialien als zirkulierende Werte mit dokumentierter Herkunft, klaren Fügungen und geplanten Rückwegen. Jede Oberfläche, jede Schicht, jede Verbindung erhält eine Aufgabe im nächsten Nutzungszyklus. So werden Innenräume zu Materialdepots, die wirtschaftlich bleiben und ökologisch überzeugen.
Transparente Produktpässe, klare Deklarationen und Rückbaukriterien wandern zunehmend in Ausschreibungen. Wer frühzeitig Anforderungen zu Demontage, sortenreiner Trennung und wiederkehrender Wartung definiert, reduziert Haftungsrisiken und verbessert Zertifizierungschancen. Verantwortung wird messbar, und Kooperationen entlang der Lieferkette erhalten einen greifbaren, vertraglich verankerten Rahmen.
In einem Stadthotel ersetzten wir eine verbundene, verleimte Lobby durch eine verschraubte, modulare Landschaft. Nach einer Konzeptänderung wurden die Bauteile innerhalb eines Wochenendes abgebaut, gelagert und in der Lounge neu konfiguriert. Materialkosten sanken, Gäste blieben ungestört, und das Design gewann überraschende Leichtigkeit.
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